Tax Due Diligence: Steuerliche Risiken im Fokus

In ihrer Tax Due Diligence werden sich Kaufinteressenten darauf konzentrieren, die steuerrechtliche Situation des Unternehmens zu erfassen und steuerrechtliche Risiken zu erkennen, um die Transaktion so zu gestalten, dass steuerrechtliche Risiken beherrschbar sind. Im Grunde handelt es sich bei der Tax Due Diligence um eine steuerliche Betriebsprüfung unter Einschluss der Gewerbesteuerkomponente. Kaufinteressenten werden steuerliche Zahlungsverpflichtungen, die vor dem Übertragungszeitpunkt ausgelöst worden sind, beim Verkäufer belassen wollen. Im Vordergrund stehen zunächst die Ertrags- und die Umsatzsteuer. Die Erfassung der Zusammenhänge ist insbesondere bei Gesellschaften mit ausländischen Tochtergesellschaften nicht trivial. In solchen Fällen sollten auch Fachleute hinzugezogen werden, die das Steuerrecht in den betreffenden Ländern gut kennen.

Steuerberater der Kaufinteressenten werden sich die Steuerveranlagung ansehen und gegebenenfalls prüfen, ob Änderungen möglich sind. Dazu werden sie die aktuellen Steuerbescheide und die Berichte über die letzten Betriebsprüfungen sehen wollen. Je aktueller die steuerlichen Betriebsprüfungen sind, desto geringer ist das Steuerrisiko für Kaufinteressenten, denn geprüfte Geschäftsjahre sind für das Finanzamt abgeschlossen.

Wenn Gewerbeimmobilien übertragen werden sollen, ist die Frage nach einer möglicherweise anfallenden Grunderwerbssteuer interessant.

Interessant ist im Zuge einer Tax Due Diligence eine Prüfung, ob eventuelle steuerliche Verlustvorträge durch die Transaktion verlorengehen oder übernommen werden können und ob stille Reserven durch die Transaktion „gehoben“ und versteuert werden müssen.

Für Gestaltungshinweise sollten Käufer und Verkäufer M&A-erfahrene Steuerberater einbeziehen.

Dialog

Wo liegen Ihre Herausforderungen?

...
Dialog neu starten!