Spieltheoretische Modelle

Systeme erklären sich durch die Interaktionen zwischen ihren Elementen. Genau das geschieht auch in sozialen Systemen, so auch in Unternehmen.

Die Spieltheorie befasst sich mit der Erklärung von Interaktionen, insbesondere mit der Frage, wie in wechselseitiger Abhängigkeit Entscheidungen getroffen werden und welche Wirkungen diese erzielen. Sie stellt Modelle für einmalige und wiederholte Spiele, für asymmetrische Information, für Signalspiele und für evolutionäre Spiele bereit, die sich dazu eignen, Grundmuster in Interaktionen zu erkennen und Handlungsoptionen systematisch zu bewerten. Deshalb bietet sich die Spieltheorie als eine nützliche Disziplin sowohl zur Erklärung von Systemen als auch für systemisch sinnvolles Management an.

Interessant sind Entscheidungssituationen, deren Ergebnisse sich aus der Wechselwirkung mit anderen Entscheidungsträgern ergeben, also aus Situationen, in denen die Entscheidung Dritter das Ergebnis der eigenen Entscheidung beeinflusst. Ergebnisse von solchen Entscheidungssituationen in Wirkungsgefügen fallen oft überraschend aus, weil der Entscheidungsprozess instabil ist. Ein unzureichendes Verständnis der Zusammenhänge, das opportunistische Streben einzelner Beteiligter nach individuellen Vorteilen oder Misstrauen führen im Unternehmensalltag immer wieder zu Situationen, in denen kein Optimum in der Zusammenarbeit erreicht wird, obwohl dies möglich wäre.

Die Instrumente der Spieltheorie können sowohl für das Verständnis als auch bei der Gestaltung von Interaktionen, deren Ergebnisse in wechselseitiger Abhängigkeit entstehen, eine wichtige Unterstützung sein. Insbesondere bei der Gestaltung systemischer Wirkungsgefüge in Organisationen ist es hilfreich, sich im Kreis aller Beteiligten anhand spieltheoretischer Ansätze die Handlungsmöglichkeiten und ihre Effekte vor dem Hintergrund des „Big Picture“ zu vergegenwärtigen. So reift die Sensibilität für Entscheidungen, die für alle Beteiligten das beste Ergebnis herbeiführen.

Lesen Sie, wie die Spieltheorie helfen kann die Ergebnisse für alle Beteiligten zu verbessern. Bereichern Sie sich auch durch nützliche Kenntnisse über das Nash-Gleichgewicht und über das Pareto-optimale Gleichgewicht. Erfahren Sie auch, wann sich eine dominierende Strategie und wann sich eine gemischte Strategie empfiehlt.

Profitieren Sie auch davon, die wesentlichen Entscheidungsprinzipien zu kennen. Lesen Sie über das Minimax-Prinzip nach John von Neumann, über das Laplace-Prinzip, das Regret-Prinzip, das Subjective-Expected-Utility-Prinzip und die Selbstbindung nach Thomas C. Schelling.

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