Multiplikationsverfahren – einfach und plausibel

Ein in der Praxis oft herangezogenes Verfahren ist das Multiplikatorverfahren. Es wird zur Unternehmensbewertung verwendet, weil es sehr einfach ist.

Nach dem Multiplikatorverfahren ergibt sich der Unternehmenswert aus dem EBIT, multipliziert mit einem Faktor. Dieser Faktor (das Multiple) ist ein Erfahrungswert, der von der Branche und der Unternehmensgröße abhängt. Sie finden Korridore für solche Multiples in laufend aktualisierten Verzeichnissen, beispielsweise beim Finance Magazin unter https://www.finance-magazin.de/research/finance-multiples/. Multiple-steigernd wirkt sich aus, wenn das Unternehmen relativ groß ist, wenn es wenig Investitionsstau hat, wenn es über Alleinstellungsmerkmale verfügt und wenn das Geschäft nicht von wenigen Führungskräften abhängt.

Übliche EBIT-Multiples liegen in einer Spanne zwischen 4,5 und 8,0.

Beispiel: Wenn ein Unternehmen verlässliche EBIT-Ergebnisse von 100 TEUR erwirtschaftet und das Multiple gemäß Finance Magazin 7 ist, dann liegt der Unternehmenswert bei 700 TEUR.

Das Multiplikatorverfahren vernachlässigt bewertungsrelevante Detailinformation, kann aber durchaus zur Plausibilisierung von Unternehmenswerten eingesetzt werden, die mit anderen Verfahren ermittelt worden sind. Vergleichen Sie das Ergebnis aus dem vorstehenden Beispiel mit dem Ergebnis aus dem Ertragswertverfahren.

(Angebot der Anwendung „überschlägige Unternehmensbewertung“)

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