Kreativität für Innovationen entwickeln

Bei allen Kreativitätstechniken geht es darum, wie der Denkraum bzw. das Suchfeld für mögliche Lösungen erweitert und latentes Wissen für die Lösungsfindung erschlossen werden kann. Dabei soll der Lösungsprozess möglichst selbstorganisiert und selbstverantwortlich ablaufen. Ungeplantes und Unerwartetes ist dabei explizit erwünscht, denn nur Neues führt wirklich weiter. Wird beabsichtigt, Mitarbeiter in kreative Prozesse einzubinden, müssen sogenannte „Open Spaces“ geschaffen und gefördert werden, die sich beispielsweise in Form einer Zukunftswerkstatt[1] niederschlagen können.

Alle Kreativitätstechniken haben gemeinsam, dass die kreative Phase der Suche nach grundsätzlichen Lösungsansätzen von der Phase der Bewertung der gefundenen Ansätze und von der Phase der Entscheidung für konkrete Lösungen getrennt gehalten werden soll, um potenzielle Ansätze nicht zu früh auszuschließen.

Die eigenen gedanklichen Grenzen zu überwinden, ist auch für Menschen, denen die Kreativitätstechniken bekannt sind, eine Herausforderung. Das liegt vor allem daran, dass jeder Mensch in seiner gedanklichen Welt gebunden ist. Das gilt insbesondere in kritischen Situationen, in denen rasch Lösungsansätze gefunden werden müssen. Erfolgsdruck und Angst sind keine guten Begleiter für kreative Phasen. Sie verengen den Denkhorizont. Eine solche Gefangenheit gestehen wir uns natürlich nicht gern ein ? schon gar nicht, wenn unser Umfeld von uns Führungskräften erwartet, dass wir den Lösungsweg weisen. Wenn wir uns allerdings vor Augen führen, welche Werte in unserer Hand liegen, kann es nur richtig sein, uns unsere Hilfsbedürftigkeit ein- und zuzugestehen. Wir brauchen kritische Fragen, die uns aus unseren angestammten Denkmustern herausholen. Ein Sparring-Partner kann solche Fragen stellen. Ein externer Sparring-Partner versteht mit Sicherheit nicht so viel von der Branche, den Hintergründen und der Marktentwicklung wie die Fachleute im Unternehmen, doch dieses oft beanstandete Unwissen hat auch eine andere, wertvolle Seite, die jetzt gebraucht wird: Geschäftsfremde gehen die Situation nämlich völlig unbefangen an. Sie dürfen Fragen stellen, die ein Insider nicht stellen würde. Und sie stellen solche Fragen, die das Denken entscheidend weiterführen. Sparring-Partner dürfen eingefahrene Geschäftspraktiken kritisch und ohne Vorbehalte hinterfragen. Und sie dürfen anregen, den Blick mal auf ganz andere Branchen und dort praktizierte Vorgehensweisen zu richten. Die Impulse eines Sparring-Partners können, wenn sie mit der fachlichen Expertise kombiniert werden, die in Organisationen vorhanden ist, zu völlig neuen, erfolgreichen Geschäftsansätzen führen.

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