Komplexe Sachverhalte richtig einschätzen

Bei komplexen Sachverhalten bietet sich typischerweise kein Lösungsweg und keine Lösung unmittelbar an. Entscheidungen müssen prinzipbedingt aufgrund unvollständiger Information getroffen werden. Man muss sogar erkennen und akzeptieren, dass gewisses Wissen nicht verfügbar ist (Nicht-Wissen). Da in der Regel keine durch mathematische Funktionen beschreibbaren Zusammenhänge unmittelbar erkennbar sind, greifen einfache logische Lösungsansätze nicht. Unberechenbarkeit und Wandel sind eng mit komplexen Sachverhalten verbunden.

Es scheint keine begründbar „richtigen“ Antworten zu geben, die Bestand haben. Als Beispiele möchte ich die Beobachtung immer größerer Budgetabweisungen und geplanter Szenarien, die nicht eintreten, anführen. Unkonventionelle Herangehensweisen wie das Verfahren der Mustererkennung, kombiniert mit geführtem Experimentieren und das Beibehalten möglichst großer Flexibilität können in komplexen Umfeldern brauchbare Lösungen herbeiführen. Aber auch einfach abzuwarten, bis sich Konturen abzeichnen, die eine bessere Einschätzung der Lage ermöglichen, kann ein Erfolg versprechender Lösungsansatz sein. In komplexen Umfeldern werden voraussichtlich weder Sachbearbeiter noch Experten, die sich mit den unterliegenden Sachthemen auskennen, zu Lösungen kommen. Gebraucht werden eher Experten, die auf einer Metaebene nach Lösungen suchen, beispielsweise durch das Data-Mining-Verfahren.

Die nächste Stufe sind chaotische Sachverhalte.

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