Intrinsische und extrinsische Motivationsfaktoren

Anschlussmotive, Leistungsmotive und Machtmotive werden von intrinsischen und extrinsischen Motivationsfaktoren ausgelöst.

Intrinsisch motivierte Handlungsweisen decken sich mit der Auffassung und Einstellung der Menschen. Sie sind synonym mit selbstbestimmtem Handeln. Die Menschen würden aufgrund ihrer Wertvorstellungen und ihrer Interessen sowieso so handeln. Sie brauchen dazu keine Aufforderung und keinen in Aussicht gestellten Bonus. Intrinsische Motivationsfaktoren sind von allein wirksam. Sie müssen auch nicht zyklisch reaktiviert werden, sondern wirken nachhaltig.

Sie erkennen intrinsisch motivierte Menschen an ihrer Neugier und an ihrem Interesse an Themen sowie an ihrem besonderen, auch emotionalen Einsatz. Erkennen Sie solche intrinsischen Motivationsfaktoren bei sich selbst und bei Ihren Mitarbeitern und setzen Sie sich und Ihre Mitarbeiter entsprechend ein. Dann werden sich Potenziale und Leistung von selbst entfalten.

Neben intrinsischen Motivationsfaktoren kennen wir auch extrinsische Motivationsfaktoren. Das sind Motivationsfaktoren, die von Führungskräften angesprochen werden, um das Verhalten von Mitarbeitern in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen. Dazu gehören Anweisungen, deren Befolgung Lob, Noten, Anerkennung, die Position auf einer Rangliste, Beförderungen, Gehaltserhöhungen, Bonuszahlungen, aber auch schon das Ausbleiben von Strafen verspricht. Solche extrinsische Motivationsfaktoren decken sich nicht unbedingt mit den Wertvorstellungen und Interessen der Menschen, sondern folgen einem Belohnungsschema. Entfällt die Aussicht auf die Belohnung, wirken sie nicht mehr. Extrinsische Motivationsfaktoren müssen also immer wieder erneuert und die in Aussicht gestellte Belohnung muss oft immer weiter gesteigert werden, um wirksam zu sein.

Es ist viel effektiver, intrinsische Motivationsfaktoren anzusprechen als extrinsische. Achten Sie schon bei der Personalauswahl darauf, ob die Wertvorstellungen, die Interessen und die persönlichen, fachlichen und akademischen Entwicklungswünsche von Bewerbern im Einklang mit den Möglichkeiten stehen, die Sie anbieten können und möchten. Wenn Sie extrinsisch motivieren möchten, sprechen Sie damit möglichst die intrinsischen Motivationsfaktoren der Menschen an.

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