Flexibilisierung

Eine wesentliche Voraussetzung für Stabilisierung ist die Fähigkeit zu Flexibilität. Relevant wird diese Fähigkeit mit zunehmender Wahrscheinlichkeit, dass sie Rahmenbedingungen ändern.

Beispiel 1: Eine gut eingeführte Lebensmitteleinzelhandelskette führt ihre Intralogistik, also die Bewirtschaftung von Zentral- und Verteillägern, überwiegend manuell aus.

In industriellen Umfeldern werden mittlerweile automatisierte Systeme für die Intralogistik eingesetzt, die auch für den LEH angeboten und vereinzelt schon installiert werden. Für die LEH-Kette ist noch nicht absehbar, ob sich solche Systeme im LEH durchsetzen werden. Solange sich diese Systeme im LEH noch nicht bewährt haben und eine Entscheidung noch nicht getroffen ist, ersetzt die LEH-Kette ihre vakant werdenden Stellen in der Intralogistik systematisch durch Leiharbeitskräfte. Dadurch flexibilisiert sich das Unternehmen und bereitet sich auf die mögliche Einführung einer automatisierten Lagerbewirtschaftung vor.

Beispiel 2: Ein Maschinenbauunternehmen produzierte mit einer sehr großen Fertigungstiefe. Diese Arbeitsweise hielt das Unternehmen zwar relativ unabhängig von Dritten und lieferte hohe Deckungsbeiträge, aber die Rentabilität litt trotzdem darunter, weil der operative Aufwand für die vielen einzelnen Tätigkeiten enorm und die Koordination schwierig war. Die Infrastruktur und die Ressourcen mussten für alle Tätigkeiten ständig vorgehalten werden, waren aber nur teilweise ausgelastet.

Das Unternehmen entschied sich deshalb dazu, nicht strategisch relevante Arbeitsgänge an Spezialisten auszulagern. Es profitierte von verschiedenen Vorteilen: Die Koordination wurde einfacher, die operativen Kosten sanken und das Unternehmen hatte sich durch die Zusammenarbeit mit Spezialbetrieben den Zugang zu modernen Anlagen und Verfahren verschafft.

Sie können sich diese Fähigkeit mit Ihrer Organisation aneignen.

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