Die dominierende Strategie

Es kann vorkommen, dass einer der Beteiligten in einer Entscheidungssituation bei einer bestimmten Entscheidungsoption sicher eine höhere Auszahlung hat als andere, und zwar unabhängig von den Entscheidungen der anderen. In einem solchen Fall hat er mit dieser Option eine strikt dominierende Strategievariante gefunden. Ist die Auszahlung in jedem Fall mindestens gleich hoch wie die für einen beliebigen anderen Beteiligten, dann wird diese Strategievariante als (nur) dominierend, aber nicht als strikt dominierend bezeichnet.

In der Praxis können Rahmenbedingungen so angelegt und durch Institutionen (Regeln) ausgestaltet werden, dass sich ein Beteiligter eine dominierende oder sogar eine strikt dominierende Strategie erschließt. Die Spieltheorie bietet das Handwerkzeug, um Situationen systematisch zu durchdringen und entsprechende Weichenstellungen vorzubereiten.

Beispiel: Einer von zwei Geschäftspartnern hat sich eine relativ überlegene Marktmacht erarbeitet. Er mag wirtschaftlich überlegen sein oder über eine (vielleicht nur temporäre) Alleinstellung verfügen. Dann kann er seinem Geschäftspartner, sei dies ein Lieferant oder ein Kunde, seine Bedingungen diktieren. Solche Situationen können sich auch einstellen, wenn für einen Kunden in der Supply-Chain Lieferengpässe bestehen oder ein Lieferant unter Absatzdruck steht.

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