Das pareto-optimale Gleichgewicht

Das Pareto-Optimum ist dadurch definiert, dass keine andere Konstellation als das Pareto-Optimum auch nur einem Beteiligten eine höhere Auszahlung erschließt.

Im Beispiel zum Gefangenendilemma ist das Gleichgewicht mit den Auszahlungen (2, 2) zwar stabil, aber nicht effizient. Es ist deshalb nicht pareto-optimal. Dagegen ist die Konstellation mit den Auszahlungen (4, 4) effizient und somit pareto-optimal. Allerdings ist es, wie wir gesehen haben, leider instabil.

In Entscheidungssituationen in der Unternehmenspraxis kann eine Spannung zwischen einem ineffizienten Nash-Gleichgewicht und einem instabilen Pareto-Optimum auftreten. In vielen Situationen gibt es allerdings bewährte Möglichkeiten, das Pareto-Optimum durchzusetzen. Innerbetrieblich und in Wertschöpfungsketten können beispielsweise durchsetzbare Absprachen getroffen werden, die ein verhältnismäßig sicheres Ausschöpfen von pareto-optimalen Gleichgewichten ermöglichen. In wettbewerblichen Konstellationen spricht allerdings das Kartellrecht gegen bindende Absprachen, gemeinsam das Pareto-Optimum zu wählen. Fehlendes Vertrauen führt dazu, dass sich ein ineffizientes Nash-Gleichgewicht einstellt.

Auch bei Problemen der Allmende wird sich eher ein ineffizientes Nash-Gleichgewicht ergeben, weil niemand mehr Beiträge zum Gemeinwohl beisteuern möchte, als er es von anderen erwartet.

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