Personalabbau wirtschaftlich verantwortlich, sozialverträglich und wertschätzend gestalten

Was bedeutet ein Personalabbau?

Die Personalkosten machen in vielen Unternehmen einen bedeutenden Anteil der Gesamtkosten aus. Wenn sich das Geschäftsvolumen reduziert, wird das Personal oft nicht mehr voll ausgelastet, während die Personalkosten in voller Höhe bestehen bleiben.

Zeichnet sich ab, dass die Auslastung dauerhaft niedriger bleiben wird, ist ein Personalabbau eine logische und sinnvolle Maßnahme. Ein Personalabbau ist für das Unternehmen und für die vom Personalabbau betroffenen Mitarbeiter ein Einschnitt. Deshalb muss ein Personalabbau wirtschaftlich verantwortlich, sozialverträglich und wertschätzend umgesetzt werden.

Möglichkeiten und Maßnahmen zum Personalabbau

Im Rahmen einer Unternehmenssanierung kann es auch notwendig werden, sich von Personal zu trennen, um dadurch maßgeblich zur Kostensenkung beizutragen. Neben dem vorsichtigen Abbau von gewerblichen Arbeitsplätzen sehen Sie sich insbesondere die Verwaltung auf Einsparpotenzial an. Falls wirklich die operative Auslastung für gewerbliche Mitarbeiter fehlt, weil sich Marktstrukturen verändert haben, kommen Sie an einem Personalabbau im gewerblichen Bereich natürlich nicht vorbei. In diesen Fällen sollten Sie auch hier beherzt vorgehen, um die weiterhin benötigten Mitarbeiter zu schützen.

Den Personalabbau richtig planen und umsetzen

Für einen Personalabbau bestehen zwei grundsätzliche Möglichkeiten, ein Abbau über Individualvereinbarungen und ein Abbau Kündigungen. Bei größeren Einschnitten in die Belegschaft können Interessenausgleich und Sozialplan erforderlich werden.

Ein systematisches und zügiges Vorgehen ist auch aus psychologischen Gründen sinnvoll: Je schneller Sie den verbleibenden Mitarbeitern sagen können, dass sie an Bord bleiben werden, desto besser können Sie die Motivation in der Belegschaft wieder aufbauen und in die Zukunft steuern.

Wenn ein Personalabbau in größerem Umfang umgesetzt werden soll und eine Arbeitnehmervertretung besteht, muss der Betriebsrat vorher über den Schritt informiert werden. Aber in Unternehmen ohne Betriebsrat sollte die Geschäftsführung die Belegschaft im Vorfeld über die wirtschaftliche Situation und einen bevorstehenden Personalabbau informieren.

An dieser Stelle sei eine Empfehlung gegeben: In einer Phase, in der Sie Personal abbauen müssen, werden Sie sich vorrangig mit den Mitarbeitern befassen, die Sie abbauen müssen. Diese Aufmerksamkeit geht den Mitarbeitern, die Sie halten möchten, verloren. Hier liegt eine Gefahr, denn gerade die Mitarbeiter Ihrer künftigen Belegschaft brauchen jetzt Vertrauen und Wertschätzung.

Freiwillige berücksichtigen

Versuchen Sie im ersten Schritt, mögliche Freiwillige dafür zu gewinnen, das Unternehmen zu verlassen. Sie können die Motivation von Freiwilligen, das Unternehmen zu verlassen, mit einer „Sprinterprämie“ fördern. Natürlich werden unter diesen Freiwilligen Leistungs- und Potenzialträger sein, die am Arbeitsmarkt sehr gute Chancen haben. Wenn das Unternehmen die vollen Personalkosten nicht tragen kann, trennen Sie sich beherzt von diesen starken Mitarbeitern, auch wenn dieser Schritt für das Unternehmen ein tiefer Einschnitt zu sein scheint. Sie werden sehen, dass sich die Lücken, die entstehen, bald von Mitarbeitern aus nachrangigen Positionen schließen werden.

Vorruhestandsregelung berücksichtigen

Im nächsten Schritt sehen Sie sich die Mitarbeiter aus rentennahen Jahrgängen an. Sprechen Sie einzelne ältere Mitarbeiter persönlich auf die Möglichkeit eines vorzeitigen Ruhestandes an. Das Unternehmen kann den Mitarbeitern diesen Schritt schmackhaft machen, indem es anbietet, einen Teil der Versorgungslücke, die entsteht, finanziell auszugleichen. Dafür gibt es steuerlich interessante Möglichkeiten.

Sozialplan aufstellen

Wenn weitere Stelle abgebaut werden müssen, werden Sie ggf. nicht um einen Interessenausgleich und Sozialplan herumkommen. Mit diesen Maßnahmen die Zukunft des Unternehmens durch einen Personalabbau und die Bedingungen für die Mitarbeiter, die abgebaut werden. Ersteres ist eine wichtige Komponente, weil Unternehmen in der Regel allein durch einen Personalabbau nicht erfolgreich werden. Die Ursachen für wirtschaftliche Schwierigkeiten liegen oft in einer ungünstigen strategischen Ausrichtung oder in einer falschen operativen Führung. Abeitnehmervertreter haben berechtigt großes Interesse daran, die tatsächlichen Ursachen für wirtschaftliche Schwierigkeiten zu beseitigen, wenn sie schon die Bereitschaft zu einem oft unvermeidlichen Personalabbau signalisieren.

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